Mittwoch, 20. Juli 2022

5 Bier vor 4, über 3ssig Grad, ohne 2fel 1 schöner Tag

Von Italien über den Splügenpass (Grenze CH), via Viamala Schlucht nach Disentis (CH)

Gefahren 116km mit 1900 HM 
Hier geht's zum Vogelflug unserer Strecke der 5. Etappe [Relive]

Heute waren wir vor vier am Ziel, was zwar erhofft aber nicht unbedingt vorhersehbar war, und es war ein harter Tag! 
5 Bier vor 4, über 3ssig Grad, ohne 2fel 1 schöner Tag


Zu Begin warteten zwei Drittel vom Splügen auf uns. 
Abfahrt heute um 9:15 Uhr ... die Sonne scheint 🔆

Ein beeindruckender und abwechslungsreicher Paß! Schöne Kehren auf den Almwiesen, etwas morbide dank der teilweise verfallenen Häuser, ...

Die große Staumauer vor der Passhöhe

... ein großer, aber recht leerer Stausee und dann wieder ein paar Kehren hoch zur Passhöhe.
... ein recht leerer Stausee ...





Dann die tolle Abfahrt - wieder durch sehr schöne Kehren über herrliche Almwiesen. 


Ab dem Ort Splügen ging es dann den Hinterrhein und die Via Mala weiter herunter. 
Die Viamala Schlucht 😍

Eine unendliche Abfahrt, auch sehr zu empfehlen! Bei Gruppenradfahren muss man allerdings etwas Geduld und Verständnis für Hobbyfotografen aufbringen - man sollte die "doppelte" Zeit einplanen 😂

... die lange Abfahrt ...

Ungefähr ab Höhe Chur ging es dann den Vorderrhein hoch, nachdem wir den Hinterrhein heruntergefahren waren! Für uns eingewanderten Rheinländer (Mittelrhein) war es irgendwie ein besonderer Tag! 
Blick auf dem Vorderrhein beim Aufstieg zum Versam Pass

Es war auch irgendwie verwirrend, am Ende wussten wir nicht mehr so ganz genau, ob der Hinterrhein nun vor uns oder der Vorderrhein hinter uns lag,...es war einfach zu heiß;-(....jedenfalls fließen beide kurz vor Chur zusammen zum Rhein bis in die Nordsee via Bonn! ☝
Team Gruppetto am Vorderrhein

Bei der (von quaelich.de anerkannten) Passhöhe Versam lag das Vorderrheintal dann auch noch gleichzeitig hinter uns und vor uns. 
Serpentinen im oberen Teil des Versam Passes

Der Versam nicht besonders hoch, aber in der Hitze trotzdem anstrengend

Es ging noch einmal herunter ins Munstértal, welches auch zum Vorderrhein gehört. Doch dort erwartete uns Gegenwind und Backofenfeeling bei über 30°C. In perfektem Formationsflug quälten wir uns die verbliebenen 300 HM hoch nach Disentis, bisher die härteste Stunde unserer Tour. 
Blick ins Munstértal mit einem Gletscher im Hintergrund

Finale ... Ortsschildsprint in Disentis unserem Zielort

Trotzdem gab es das Bier vor Vier und es schmeckte den Protagonisten besonders gut! Hart verdient, sofort wieder ausgeschwitzt... 
Auch das Abendessen in unserem Schweizer Hotel war lecker ...
Kraft tanken für die Königsetppe morgen

 ... der A. hatte alles gebucht und wie erwartet bisher immer ins Schwarze getroffen!  Bester Mann! 👍

 
5. Etappe 2022

Dienstag, 19. Juli 2022

Duo mille metrie di altitude andare in discesa - tutto in una volta

Vom Berninapass durch die schöne Schweiz, zurück nach Italien und einen Teil des Splügenpasses hinauf 

Gefahren 91km mit 1250 HM 


Hier geht's zum Vogelflug unserer Strecke der 4. Etappe [Relive]

Start am Bernina Pass

Eigentlich ist das Thema heute noch die Schweiz gewesen, auch wenn wir den letzten Teil der Etappe wieder in Italien waren. Das gute an der Strecke war, dass wir die Schweizer Highlights des Tages auf einer über 2000 Höhenmeter der Abfahrt (Duo mille metrie di altitude andare in discesa) genießen konnten 😍 ... quasi die Regeneration von den 3550 HM von gestern. 😄

Wir starteten am Berninapass und fuhren parallel zur Strecke des Bernina-Express am Morteratschgletscher vorbei ... 

Bernina-Express

Morteratschgletscher

nach Sankt Moritz.  Dort widerstanden wir einer Einkehr im Prada-Shop 😂...
St. Moritzer See

...und fuhren weiter an den sehr schönen Oberengadiner Seen entlang zum Malojapass. 
Ok, wir fuhren mit Einschränkungen, unsere zwei fleißigsten Fotografen fotografierten abwechselnd die Gruppe und Panoramen. 😇  Wirklich eine extrem schöne Strecke!
Silvaplaner See

Der Gruppetto Express 

Gletscherblick am Silsersee

Ortsschild Maljola... fast auf Passhöhe


Den Malojapass abwärts hatten wir dann in den vielen Kehren unseren Spaß. 



Die Temperaturen stiegen im gleichen Maße wie die Höhe über Normalnull sank. 
Blick auf die mächtige Staumauer (oben)

Eine schöne alte Brücke 

So trafen wir unseren Führungsfahrzeugführer A. bereits hinter den Grenze nach Italien bei gefühlten 35° C 😩(tatsächlich waren es nur 33...).
Schon bald erreichten wir Chiavenna und bogen scharf rechts ab. Nun zog sich die Auffahrt zum Splügenpaß durch beschauliche italienische Dörfer wieder in Richtung Schweiz. 
Auffahrt zum Splügenpaß

Auffahrt zum Splügenpaß 

Die letzten Meter vor dem Tagesziel in Isola


Im beschaulichen Dorf Isola, am Lago di Isola, kehrten wir in ein nettes einfaches Hotel ein.
Lago di Isola
Isola Madesimo

Hoch fuhren wir heute lediglich 1.250 HM, aber bergab ging es über mehr als 2.000 Höhenmeter. Morgen geht es dann gut erholt in Richtung Disentis über den Splügen. 

4. Etappe 2022


Übrigens... Geheimnis beim Bergfahren: "Immer die Kadenz hochhalten". 






Montag, 18. Juli 2022

Besuch auf dem Hausberg... und 4 weiteren Pässen!

 Von Gomagoi (I) über den Stelvio bis zum Berninapass (CH) 

Gefahren 95km mit 3550 HM 
Hier geht's zum Vogelflug unserer Strecke der 3. Etappe [Relive]

Das hervorragende Hotel Gallia in Gomagoi verließen die Protagonisten nur ungerne - das herausragende Frühstück mit dem besten Rührei seit langem lag uns noch lange im Magen. Irgendwann auf der langen und schweren Auffahrt zum Stelvio gab das Frühstück dann allerdings nach...Ein besonderes Highlight war eine große Gruppe des PSV Bonn, die wir am Stelvio trafen.
Ein Teil der großen Gruppe des PSV Bonn am Stelvio

Auch sie waren am Ende stolz, als sie unseren RCB-Hausberg bezwungen hatten. Unser Hausberg liegt auf 2.757 m NN, der zweithöchste asphaltierte Alpenpass und weist 48 Kehren auf.
Blick von unten nach oben auf die Passhöhe des Stelvio



Eine der 48 Kehren

Ein großer Spaß! Eine krasse Aussicht auf die Ortlergruppe mit dem großen Gletscher. Da muss man einfach hoch!
Blick von "oben" 

Das Stilfser Joch, Geschafft! 😍  Der "Cima Coppi" des Tages und der Tour 2022

Unangenehm war es nur für den Fahrer des Führungsfahrzeugs - heute bis Bormio der Ö. Er ließ sich auf der schmalen Strasse im großen Transporter nicht von den entgegenkommenden LKWs, Wohnmobilen und den überholenden Motoradfahrern beeindrucken.
Danach ging es hinunter in Richtung Bormio, eine sehr schöne Abfahrt!

Kurz vor Bormio jedoch scharf nach rechts in Richtung Livigno. Ulle übernahm das Führungsfahrzeug, ab hier eine leichte Aufgabe, ... aber nicht für die "aktiven" die sich in der Mittagshitze zum Passo del Foscagno hocharbeiten mussten...
Auffahrt zum Passo del Foscagno

Auf dem Passo del Foscagno traf man dann erstmals auf viele Worldtour Profis, die sich aktuell auf die Vuelta, bzw. die zweite Saisonhälfte vorbereiten und in Livigno im Höhentrainingslager sind. Das Führungsfahrzeug traf an der Passhöhe auf das Team Intermarche Wanty-Goubert und parkte standesgemäß in Schlagweite.
Blick auf Livigno

Die Tour bis zum Bernina Pass war noch anspruchsvoll, wurde am Ziel mit einem atemberaubenden Blick zum Piz Bernina (4049) und Piz Palü belohnt.

Es war unsere Königinnenetappe mit 5 Pässen. Amtlich waren der Stelvio (2754m), der Foscagno (2291m) der Forcola di Livigno (2315m)

Abfahrt vom Forcola di Livigno 


und der Bernina (2330) .
Auffahrt zum Bernina Pass


Der Passo d'Eira (2209m) war nur eine 'Blas'n' wie der A. zu sagen pflegt.
Interessante Felsformation am Passo d'Eira 


Die Hitze tat ihr übriges dazu und machte die Fahrt sehr anstrengend. Am Ende kam man auf 3.550 hm. Auch Ö. und Ulle, die sich das Führungsfahrzeug teilten waren am Ende kaputt.
Unser Ziel der Bernina Pass (am See entlang fährt auch der Bernia Express )

Unsere Unterkunft das historische "Bernina Hospiz" auf 2309m Höhe

Morgen geht es auf den Splügen ... das wird schon nicht so schlimm 😐 ...
3. Etappe 

Spruch des Tages: Kein Pass ist so hart wie das Leben 😉